Das Bundeskabinett will heute über die Zukunft der Umweltprämie entscheiden. Eine Ministerrunde hatte gestern beschlossen, das Gesamtvolumen auf maximal 5 Milliarden Euro aufzustocken. Mit der Aufstockung ist der Topf nun für 2 Millionen Prämien ausreichend.
Dienstag, 7. April 2009
Nissan Barprämie in Höhe von 2500 Euro
Im Rahmen der Nissan-Klartext-Kampagne erhalten alle Kunden eine Barprämie in Höhe von 2500 Euro. Das Angebot gillt für alle 4x4 und Pkwmodelle mit Ausnahme vom PIXO, 37oZ und GT-R bei Vertragsabschlüssen im April und Mai. Wenn man dann noch den Altwagen abwrackt bekommt man den Neuen für satte 5000 Euro günstiger - das ist doch mal ein Wort.
Samstag, 4. April 2009
Abwrackprämie wird nicht gekürzt
Laut Bild-Zeitung will die Regierung nun doch nicht die Umweltprämie kürzen, stattdessen sollen die Gesamtausgabe auf 4 Milliarden Euro begrenzt werden. Die Prämie soll „kein Fass ohne Boden” werden und muss daher limitiert werden. Die Ankündigung, dass die Prämie gekürzt werden sollte verursachte wieder einen Massenansturm bei der Onlinereservierung der Umweltprämie - damit hätte man doch rechnen können?
Freitag, 3. April 2009
Regierung garantiert die volle Umweltprämie bis Ende Mai
Wie bereits berichtet soll die Umweltprämie gesenkt werden, aber bis zum 31. Mai soll der Neuwagenkauf in voller Höhe (2500 Euro) bezuschusst werden. Wie es danach weitergehet ist noch unklar, es wird die Abwrackprämie auch für das restliche Jahr noch geben - die Höhe ist jedoch ungewiss. Eine der Möglichkeiten sei es die Prämie in mehreren Schritten zu senken. Wahrscheinlich werden dies jeweils 500 Euro sein die man weniger für die Verschrottung seines Altwagens bekommt.
Welcher Hersteller profitiert von der Prämie?
Hier die Verteilung der beantragten Prämien:
| ALFA ROMEO | 0,07% |
| AUDI | 1,14% |
| AVTOVAZ | 0,07% |
| BMW | 1,18% |
| CHEVROLET | 1,67% |
| CHRYSLER | 0,06% |
| CITROEN | 2,98% |
| DACIA | 2,11% |
| DAEWOO | 0,09% |
| DAIHATSU | 1,63% |
| DAIMLER | 0,35% |
| DAIMLER-BENZ | 0,07% |
| DAIMLER CHRYSLER | 0,09% |
| FIAT | 5,01% |
| FORD | 7,75% |
| GM DAEWOO | 0,10% |
| HONDA | 1,88% |
| HYUNDAI | 7,79% |
| JEEP | 0,01% |
| KIA MOTOR | 2,18% |
| LADA | 0,19% |
| LANCIA | 0,07% |
| MAZDA | 2,76% |
| MERCEDES-BENZ | 1,48% |
| MITSUBISHI | 1,79% |
| NISSAN | 2,89% |
| OPEL | 10,17% |
| PEUGEOT | 4,13% |
| RENAULT | 4,55% |
| SAAB | 0,01% |
| SEAT | 3,91% |
| SKODA | 7,35% |
| SMART | 0,37% |
| SUBARU | 0,43% |
| SUZUKI | 3,01% |
| TOYOTA | 5,10% |
| VOLKSWAGEN | 14,15% |
| VOLVO | 0,24% |
| SONSTIGE insgesamt | 1,17% |
Donnerstag, 2. April 2009
40% mehr Zulassungen im März
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller gibt an wurden im März 401.000 Neuwagen zugelassen. Die Abwrackprämie führt zu einem nicht gekanntem Absatzboom. Insbesondere im Osten Deutschland stiegt die Anzahl der Neuzulassungen im vergleich zum Vorjahr um satte 62%. Gerade ausländische Hersteller profitieren vom aktuellen Boom und auch die Idee der Prämie neben der Industrie die Umwelt zu schonen seit zu funktionieren. Überdurchschnittliche viele Käufer entscheiden sich für kleinere und auch emissionsarme Neuwagen.
Umweltprämie soll gekürzt werden
Die gewaltige Nachfrage auf die Abwrackprämie führt zu Problemen mit dem Bundeshaushalt. Daher soll laut Regierungskreisen die Prämie ab dem 1. Juni halbiert werden. Kaum wurde die Prämie verlängert schon wird sie gekürzt, es ist also ratsam sich etwas zu beeilen um die volle Prämie kassieren zu können. Die Entscheidung soll nächste Woche getroffen werden ob die Umweltprämie reduziert wird, man spricht um die 1000 bis 1500 Euro weniger.
Eine verständliche Entscheidung damit die Prämie nicht zum Risko wird.
Pleiten, Pech und Datenpannen
Warum und wieso Anträge falsche versendet oder nicht empfangen wurde das fragt sich so manch einer der die Umweltprämie reservieren wollte. Das BAFA rechtfertigt sich nun und versucht die Probleme in rechte Licht zu rücken. Man habe nur 2 Wochen Zeit gehabt um eine Lösung für die Onlinereservierung zu finden und außerdem habe man zwar Erfahrung mit Massenverfahren jedoch würden diese in der Regel maximal. einen Umfang von 200.000 Anträgen pro Jahr haben. Das dies bei der Umweltprämie anders wäre darüber wäre man sich einig gewesen und hätte deswegen einen externen Dienstleister finden müssen welcher Erfahrung in dem Gebiet hat.
Am 30ten März ist es zu einem „Flaschenhals-Effekt” gekommen, die Anbindung der Server sei zwar eigentlich ausreichend aber dennoch sei es zu einem Engpass gekommen. Als Grund gibt das BAFA an, dass der Provider nicht in der Lage gewesen wäre die Unmengen an Daten korrekt umzuleiten. Die Anfragen seien als Attacke gewertet worden und daher seien die Kanäle geschlossen worden.
Die eigentliche Panne entstand durch den unverschlüsselten Versand von personen- und fahrzeugbezogenen Daten, und das dann auch noch an die falschen Empfänger. In wohl min. 200 Fälle seien die falschen Daten verschickt worden. bzw. sind die richtigen Daten an den falschen Empfänger gegangen. Man entschuldige sich dafür und es soll in Zukunft nicht wieder vorkommen.
Vizekanzler Steinmeier bezeichnete die Kritik an den Pannen als „typisch deutsch” man solle sich doch über den Erfolg freuen und die Bearbeitungsprobleme würden „sicherlich schnell abgestellt”.
Das ist ja auch inständig zu hoffen.
VW ist (deutscher) Gewinner - Mitsubishi mit Zulassungsplus
Im Februar waren 14,2 % alle Anträge auf die Abwrackprämie für einen VW-Modell. Der Autobauer fährt zur Zeit Sonderschichten im Stammwerk Wolfsburg da die Nachfrage nach dem Gold so groß sei das die normalen Kapazitäten nicht ausreichen. Aber auch Opel steht nicht schlecht da. Rund 10,2 % der Abwracker kauften einen Opel. Wenn man jedoch die deutsche Autobranche insgesamt betrachtet fällt auf, dass nur etwas mehr als ein Drittel der Anträge für deutsche Autos gestellt werden.
Zum Beispiel konnte Mitsubishi ein Zulassungsplus von 35% im ersten Quartal verzeichnen, der Umweltprämie sei Dank. Mit rund 9600 Zulassungen erreichte Misubishi Motors Deutschland ein deutliches Plus gegenüber dem letztem Jahr. Der japanische Hersteller verbesserte gleichzeitig seinen Marktanteil in den ersten 3 Monaten von 0,9 auf 1,1%.
Mittwoch, 1. April 2009
Verschrottungsprämie in Österreich der Renner
Aus dem Finanzministerium hieß es, im Durchschnitt würde alle 1,6 Minuten ein Antrag auf die Verschrottungsprämie eingereicht. Die Österreicher verschrotten im Schnitt 13-15 Jahre alte Wagen und kaufen Klein- und Kompaktwagen. Auch hier gilt wie in Deutschland: Vorsicht ist geboten, oftmals ist der Zeitwert des Wagens noch um einiges höher als die 1500 Euro Verschrottungsprämie.
Um die Ökoprämie beantragen zu können muss das alte Fahrzeug vor dem 1 Januar 1996 zugelassen worden sein und ein grünes Pickerl (§57a-Pickerl) haben. Firmenfahrzeuge sind wie in Deutschland von der Prämie ausgeschlossen. Eigenimporte sind ebenfalls nicht prämienfähig aber dafür Vorführwagen und Tageszulassungen. Die Abwicklung erfolgt über den Händler bei dem das Neufahrzeug erworben wird.
Aber Achtung: Es stehen nur 22,5 Millionen Euro zur Verfügung - also ran halten und die Verschrottungsprämie beantragen.
Abwrackprämie in Österreich angekommen
In Österreich gibt es seit Mittwoch ebenfalls die Abwrackprämie, diese fällt mit 1500 Euro allerdings deutlich niedriger aus als in Deutschland. Die Hälfte trägt der Staat und die andere Hälfte zahlen die Importeure, Händler und Schrottler.
Die zu verschrottenden Fahrzeuge müssen min. 13 Jahre alt sein um die Prämie zu kassieren. Die österreichische Regierung geht davon aus das etwa 30.000 Autobesitzer die Chance nutzen werden einen Neuwagen anzuschaffen. In wie weit diese Zahl realistisch ist mag der geneigte Lese selbst entscheiden denn bereits jetzt liegen rund 18.000 Anträge vor. Laut Aussage eines Autohändlers in Wien ist es wahrscheinlich das die Verschrottungsprämie bereits Pfingsten aufgebraucht ist.
Die Prämie soll bis Jahresende begrenzt sein, aber es wurden bereits die ersten Stimme laut die Umweltprämie auch in Österreich zu verlängern.
Abwrackprämie rein rechnerisch aufgebraucht: Naht das Ende?
Seit der Umstellung auf die Onlinereservierung am Montag gingen weitere 150.000 Anträge beim BAFA ein. Somit ist nun das Limit von 600.000 Anträge geknackt - angeblich seien bereits um die 894.000 Anträge und Reservierungen eingegangen.
Das Problem an der Sache: Der Fördertopf aus dem die Umweltprämie gezahlt wird reicht nur für 600.000 Anträge. Die Bundesregierung will aber mehr Gelder für die Verschrottungsprämie bereitstellen, so dass sie bis zum Jahresende ausreicht. Wenn man den neusten Aussagen der diversen Experten glauben schenken darf soll es sich dabei um eine Summe von weiteren 2,5 Milliarden Euro handeln. Die Prognosen seien aber noch unsicher.
Am Montag ist es bei ca. 200 Fällen zu einer mehrfachen Vergabe von Auftragsnummer gekommen, die Ursache sei ein nicht synchronisiertes Hauptrechner gewesen. Der Auto Club Europa verlange hinsichtlich der Probleme die Rückkehr zu dem alten, manuellen Verfahren. Solange das online System nicht zuverlässig funktionieren solle man sich doch lieber auf den Postweg verlassen. Laut Aussage des BAFA handle es sich dabei aber nur um Ausnahmefälle und das System würde grundsätzlich funktionieren.
Dienstag, 31. März 2009
Datenpanne beim online Formular
Wie der Newsticker heise online noch gestrigen Abend berichtetete gab es im Zusammenhang mit dem neuen digitalen Formular UMP-neu eine Datenpanne.
Laut heise online wurden Antwort-Emails des BAFA mit personen- und fahrzeugbezogenen Daten an die falschen Antragsteller verschickt.
Unter anderem sollen in den Emails folgende Daten enthalten gewesen sein: Vollständige Adresse, Emailadresse, Typangabe, Fahrgestellnummer, Fahrzeugtyp und Schadstoffklasse des Neuwagens.
Schätzungsweise sind ein paar tausend Antragsteller von dieser Datenpanne betroffen.
Montag, 30. März 2009
Keine Reservierung möglich
Die Idee die Reservierung der Umweltprämie online zu machen klang nach einer guten Idee - aber wie sich heute morgen heraustellen sollten war es das wohl nicht.
Denn wer heute morgen um 8 Uhr versuchte die Seite des BAFA aufzurufen um das neue Formular UMP-neu auszufüllen bekam nichts ausser Fehlermeldungen bzw. einer weißen Seite zu sehen.
Nach Angaben des BAFA war der Besucheransturm so enorm, dass die bereitgestellten Server und die vorhandene Infrastruktur nicht ausreichte.
Das Problem sollte so schnell wie möglich behoben werden.
Freitag, 27. März 2009
Abwrackprämie nur noch online
Bisher mussten Neuwagenkäufer welche die Umwelprämie beantrangen wollten zu erst nachweisen, dass ihr alter Wagen bei einemstaatlich anerkanntem Demontagebetrieb verschrottet wurde und der Neuwagen bereits zugelassen wurde.
Die kommende Regelung wird mehr Sicherheit bieten. Mit Gültigkeit der neuen Regelung wird es ausreichen einfach ein online-Formular auszufüllen und eine Kopie des Kaufvertrages für den Neuwagen (im PDF-Format) an das BAFA zu senden.
In drei Tagen wird die Antragsstellung also nur noch online erfolgen können. Das neue Formular UMP-neu wird in den kommenden Tagen live geschaltet. Die online Reservierung der Umweltprämie wird eine Kopie des Kaufvertrages bzw. die verbindliche Bestellung eines Neuwagens erfordern - dieses Dokuemnt wird als Anhang eingereicht werden müssen.
Nach der erfolgreichen Reservierung des Prämie erhält man einen Reservierungsbescheid (WICHTIG: ID-Nummer) per Post. Dies wird aber erst ab dem 16 April geschehen. Sobald das neue Fahrzeug dann zugelassen ist wird die Prämie ausgezahlt.
Nach dieser Reservierung der Prämie hat man dann 6 Monate Zeit, um den Altwagen verschrotten zu lassen und die Zulassung des Neuwagens nachzuweisen.
Sollte man weder Internetzugang noch einen Scanner besitzen wird die Reservierung schwierig. Die meisten Autohändler haben aber bereits angekündigt Ihre Kunden bei der Reservierung zu unterstützen
Alle Antragsteller die vor dem 29. März alle Bedingungen erfüllt haben können noch bis zum 15. April das bisherige Formular verwenden.
Das neue System wird ab dem 30ten März um 8:00 Uhr unter www.ump.bafa.de erreichbar sein.


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